Wer sich nach Ansicht des Films
Aap Kaa Surroor: The Moviee - The Real Luv Story
dazu animiert fühlt die Originalschauplätze des Films zu besuchen, steht zuerst
vor einem Rätsel: Wo wurden die einzelnen Szenen gedreht?
In Stuttgart, wie in der Kurzbeschreibung der Film-DVD beschrieben?, oder doch in Heidelberg,
das in den Untertiteln des Films Hydralburg genannt wird?
Gute Kennerinnen Süddeutschlands werden die bekannteren Kulissen wie beispielsweise die Skyline Frankfurts
leicht zu identifizieren wissen. Doch die ortsunkundige Locationpilgerin muss auf andere Quellen
zurückgreifen den Nachspann. An vorderster Stelle werden hier der Landrat des Kreises Bergstraße
und der Bürgermeister von Heppenheim dankend erwähnt. Wer jetzt Eins und Eins zusammenzählt versteht:
in Heppenheim an der Bergstraße wurde gedreht!
Also, nichts wie hin nach Heppenheim. Aber wie? Spezielle Radwege und Ferienstraßen
(Bergstraße, Siegfriedstraße und Nibelungenstraße) laden dazu ein Heppenheim auf Rädern heimzusuchen.
Bevorzugt frau aber die Bahn, gelangt sie unkompliziert zu der wichtigsten Station der Wallfahrt, welche
direkt am Bahnhof gelegen ist. Und zwar dem Hotel
Starkenburger Hof
bzw. dem Restaurant Indian Palace.
Besonders zur Mittagszeit lohnt sich ein Besuch des Restaurants, da frau für wenig Geld eine warme Mahlzeit
bekommt, zu der auch eine Suppe, Fladenbrot und indische Popmusik serviert wird. Neben einem vollen Magen
erhält man hier auch Informationen zu den Filmdreharbeiten und mit etwas Glück trifft man vielleicht auf
eine indische Filmcrew, die gerade im zugehörigen Hotel residiert.
Nach dem Essen sollte frau einen gemütlichen Spaziergang in die Innenstadt unternehmen, die nur wenige
Fußschritte entfernt liegt. Die kurze Einkaufsmeile führt geradewegs in die Altstadt, die
mit dem Alten Rathaus und dem Dom der Bergstraße
auftrumpft. Hierbei erlebt die Locationpilgerin möglicherweise ein déjà vu und
fragt sich, woher ihr dieser Ort so vertraut ist? Ach ja, hier bretterte Superstar Himesh doch mit seinem
blauen Mini Cooper durch!
Während frau dann in einem der vielen Cafés der Altstadt
pausiert, entdeckt sie gewiss die Burgruine Starkenburg,
die hoch oben über Heppenheim wacht und (wenn auch unauffällig) den Film schmückte. Der Weg
hinauf zur Burg ist leicht beschwerlich, doch wird frau postwendend mit einem wunderbaren Ausblick auf Heppenheim entlohnt.
Wenn gerade Schnee liegen sollte, werden wohl Erinnerungen an den Filmsong Tera Mera Milna wach, durch welche der
Ort wohl nochmal anders wahrgenommen wird.
Hier ist jedoch nicht das Ende der Reise. Diese endet im ca. 15 Kilometer entfernten Viernheim,
das während der Dreharbeiten drei Tage lang von der indischen Filmcrew okkupiert wurde.
Der Apostelplatz samt Kirche im Zentrum der Kleinstadt ist sowohl Location des Show-Downs
wie auch kulturtouristisches Highlight der Stadt. Fragt frau allerdings Anwohnerinnen nach
touristischen Attraktionen vor Ort, wird auf ein anderes must-see verwiesen:
das Rhein-Neckar-Zentrum,
größtes Shopping-Center der Metropolregion Rhein-Neckar.
Zum Abschluss der Reise bietet es sich an hier nach Lust und Laune zu shoppen und in einem der
Gastronomiebetriebe zu dinieren. Danach kann frau sich einen Kinofilm im ortsansässigen Kinopolis ansehen.
Und wer weiß? Eventuell entdeckt sie hierbei neue Ziele für eine weitere Location-Wallfahrt.